Ausstellungseröffnung: Johannes Felder - Jess Walter Eintritt frei

Ausstellung
Luftige Anspielung und kraftvolle Präsenz
Die beiden Positionen bildnerischer und skulpturaler Gestaltung der Künstler Johannes Felder und Jess Walter könnten kaum unterschiedlicher sein. In den Ausstellungsräumen der Städtischen Galerie Cordonhaus verbinden sie sich zu einem spannungsreichen Dialog zwischen luftiger Anspielung (Jess Walter) und kraftvoller Präsenz (Johannes Felder).
 
Während die großformatigen Tafelbilder von Johannes Felder (*1984) „zwischen Gegenständlichkeit und freier Interpretation changieren, eröffnen die Werke von Jess Walter (*1959) aus verschiedenen Blickwinkeln immer neue Assoziationen,“ erklärt die Leiterin der Städtischen Galerie Cordonhaus, Anjalie Chaubal. Sie bringt die beiden Künstler erstmals in einer Ausstellung zusammen.

Faustisches auf Leinwand
 
„Landschaften des radikal Inneren und des explosiv Weltäußeren zugleich“, schrieb der Journalist Christian Muggenthaler über die Arbeiten von Johannes Felder. Man muss sie gesehen haben, diese großformatigen, eruptiven Arbeiten, die etwas Faustisches in sich tragen. Sie scheinen sowohl Antwort als auch Frage nach der Kraft zu sein, die „die Welt im Innersten zusammenhält“.
 
Johannes Felders wuchtige Werke tragen Titel wie „Erhebung“ oder keine. Ihr mutiger, pastoser Farbauftrag setzt auf Fernwirkungen. Johannes Felder abstrahiert Landschaften aus Wäldern, Himmeln, Wolkenformationen und Meeren so, als entsprängen sie unserem Innersten. Die Ausstellung im Cordonhaus führt mitten hinein in das Schaffen des Nürnberger Künstlers.
 
Felder studierte in Nürnberg und Straßburg Kunst. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ausstellungen im In- und Ausland. 
 
Spiel mit Formen
 
Was wie eine schnell hingeworfene Zeichnung aussieht, ist bei Jess Walter sehr viel mehr. Der Künstler geht dem Zufall auf den Grund. Er fragt nach, zeichnet, kopiert und vergrößert. So findet sich eine Kritzelei, ein flüchtiges Zeichen als ausgearbeiteter Linoldruck in einer Monotypie wieder. In dieser Spannung zwischen spontanem Strich und aufwändiger künstlerischer Analyse liegt die Anziehungskraft der Arbeiten von Jess Walter. Das ursprüngliche Gekritzel geht in einem neuen Bildgefüge auf, das rahmenlos und frei an der Wand hängt, als wäre es gerade erst entstanden.
 
Die Objektinstallationen von Jess Walter, geformt aus Bambusstäben, Gartenschläuchen oder anderen Fundstücken leben von den unterschiedlichen Werkstoffen, die zu spannungsvollen Kompositionen zusammengefügt sind und aus jeder Perspektive eine andere Botschaft vermitteln.
 
Jess Walter studierte an der Akademie der Schönen Künste in München unter anderen bei Prof. Daniel Spörri. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und hat international ausgestellt.

Termine
Eintritt frei

Quelle:

destination.one

Organisation:

Landratsamt Cham

Zuletzt geändert am 23.04.2026

ID: e_101260326