Ausstellung "Time Tapestry" Anke Völk, Gabriel Vormstein, Tobias Buckel Eintritt frei

Ausstellung
Gemalte Illusionsräume und räumliche Interventionen
In der Ausstellung Time Tapestry treten Werke von Tobias Buckel, Anke Völk und Gabriel Vormstein in einen vielschichtigen Dialog. Gemalte Illusionsräume und räumliche Interventionen begegnen haptischen Setzungen und eröffnen ein Spannungsfeld zwischen
grafischer Ordnung und ephemerer Flüchtigkeit.

Vergangenes schimmert in die Gegenwart hinein, während sich Gegenwärtiges als unmittelbare Erfahrung entfaltet. In einer Zeit zunehmender Virtualität und permanenter Bildzirkulation setzen die Arbeiten der Beschleunigung eine konzentrierte Wahrnehmung entgegen.  Sie fordern den Blick heraus, verlangsamen ihn und entfalten ihre Wirkung in der unmittelbaren physischen Begegnung.

Malerei als räumliches Ereignis
Anke Völk untersucht die Beziehung von Farbe, Fläche, Material und Raum. Ihre Malerei bewegt sich zwischen abstrakter Ordnung und körperhafter Präsenz. Farbschichten, Strukturen und malerische Gesten verdichten sich zu abstrakten Bildgefügen, die über den Malgrund hinausreichen und als räumliches Ereignis erlebbar werden.
 
Chiffren für das Vergängliche
Gabriel Vormsteins Kunst macht das Vergängliche als Materialspur sichtbar. Der Künstler verbindet Malerei, Collage und Assemblage. Er arbeitet mit Zeitungen und Fundstücken aus Holz oder aus der Natur. Das Zeitungspapier verweist auf Nachrichten und Ereignisse, die bereits vergangen sind. Äste und andere Naturmaterialien tragen die Spuren von Wachstum, Bruch und Verfall in sich. In Vormsteins Arbeiten werden diese Materialien zu fragilen Chiffren für das Vergängliche.
 
Bildraum wird Erfahrungsraum
Tobias Buckels Arbeiten konstituieren sich erst im Auge des Betrachters. Seine gemalten Räume erzeugen Situationen, in denen Orientierung nicht selbstverständlich ist. Zwischen Bildoberfläche, räumlicher Illusion und Vorstellungskraft entstehen offene Wahrnehmungsräume. Erst das intensive Zusammenspiel von Blick und Imagination vermittelt zwischen den verschiedenen Ebenen. So wird der Bildraum in Tobias Buckels Arbeiten zum Erfahrungsraum: Er fordert den Blick heraus und lässt Wirklichkeit als etwas Bewegliches und immer wieder neu zu Erschließendes erscheinen.

„Time Tapestry“ verbindet drei eigenständige künstlerische Positionen zu einem vielschichtigen Dialog. Gemeinsam ist ihnen das Interesse an Übergängen: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Bild und Raum, Ordnung und Auflösung, Dauer und Vergänglichkeit.

Termine
Eintritt frei

Quelle:

destination.one

Organisation:

Landratsamt Cham

Zuletzt geändert am 01.09.2026

ID: e_101343171